Wittenbergplatz - ein Ort voller Leben, ein Ort der Begegnung.
Wittenbergplatz - ein Ort voller Leben, ein Ort der Begegnung.
Die Historie
Der Wittenbergplatz in der City West, zwischen Tauentzien und Kleiststraße sowie Ansbacher-und Bayreuther Straße gelegen, verdankt seine Entstehung der großzügigen Planung des Berliner Baumeisters und Architekten James Hobrecht. 1889-1892 angelegt, erhielt der Platz seinen Namen nach General Graf von Tauentzien, dem nach der erfolgreichen Erstürmung von Wittenberg der Beiname „von Wittenberg“ verliehen wurde. 1902 verkehrten hier die ersten so genannten Stammbahnlinien, ein Bahnhof wurde gebaut.
Weitere Linien folgten und machten bereits 1913 einen Umbau des stark frequentierten Bahnhofs Wittenbergplatz notwendig. Der Entwurf des schwedischen Architekten Alfred Grenander, dessen Werke wie kein anderer das Berliner Stadtbild prägten, erregte großes Aufsehen. Er entwarf eine kreuzförmige Eingangs-und Schalterhalle in neoklasszistischen Formen mit quadratischem Turmaufsatz. Der heute unter Denkmalschutz stehende Stahlfachwerkbau ist mit Muschelkalkplatten verkleidet und gilt als Schmuckstück der City West.
Die Kunst
Neugierig mustert der „Berliner Fenstergucker“ die Passanten, die in Richtung Bahnhof gehen. Er gehört zu den zwölf Plastiken, die sich um einen ovalen Pilz gruppieren. An seiner Spitze tritt Wasser als kleine Fontäne aus, fällt schleierförmig über die Ränder der Deckschale. Der Südbrunnen am Wittenbergplatz, ein öffentliches Kunstwerk aus Granit, Kupfer und Bronze, trägt seinen schönen Namen „Lebensalter“ zu Recht. Jung und Alt verweilen hier am Wasser in der begrünten Anlage auf den Bänken.
Wie auch die zweite Wasser-Oase am Wittenbergplatz, der Nordbrunnen mit seinem eingelassenen quadratischen Becken, wurden beide Brunnen von dem 1984 verstorbenen Berliner Bildhauer Waldemar Grzimek entworfen und 1985 nach seinen Plänen gebaut.